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    Heimat

    Italiens Hilferufe für Unterstützung in der Flüchtlingsfrage werden lauter und drängender. Ministerpräsident Paolo Gentiloni appellierte am Montag abermals an die anderen Länder der Europäischen Union, die Last des Flüchtlings- und Migrantenstroms mit seinem Land zu teilen, „um zu vermeiden, dass die Ströme untragbar werden“. Zugleich sei zu fürchten, dass die Aufnahme- und Hilfsbereitschaft der Italiener in Ablehnung umschlage, sagte Gentiloni. Seine Verteidigungsministerin Roberta Pinotti drückt sich noch klarer aus: „Wir wollen konkrete Fakten, und sofort. Das Schulterklopfen reicht nicht mehr aus.“

    Im ersten Halbjahr 2017 sind laut Regierung 85.183 Flüchtlinge und Migranten angekommen, 19,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Daten von Eurostat weisen für Italien im März 2017 rund 116.000 anhängige Asylverfahren aus, nach 60.000 Ende 2015. Das Problem Italiens besteht darin, dass die Ankömmlinge nun nicht mehr einfach weitergeschickt werden wie früher. Denn mit der Einführung der europäischen „Hotspots“ für die Registrierung ankommender Flüchtlinge und Migranten unter europäischer Aufsicht seit 2016 wird nun amtlich dokumentiert, wer in Italien ankam. Im Jahr der großen Flüchtlingswelle 2015, aber auch zuvor, waren die Verhältnisse ganz anders, weil die Asylbewerber und Migranten, die in Italien ankamen, meist ohne Registrierung innerhalb weniger Tage den Brenner und dann Deutschland erreichten, um dort Asyl zu beantragen.

    Schon verrückt, wie schnell so ein ehrfurchtgebietendes Jahrhundertereignis wie der Mauerfall Popcorn-Kino geworden ist. In der vergangenen Woche startete  Michael Herbigs „Bullyparade“  und sauste samt einer eher niedlichen als respektlosen Episode, die die Ereignisse am 9. November 1989 geschichtsklitternd darstellt, auf Platz eins der Kinocharts. Wobei sich Bully immerhin noch mit historischen Details wie der Schabowski-Pressekonferenz aufhält.

    In dem knalligen Spionagethriller „Atomic Blonde“ schrumpft die Wiedervereinigung jetzt zur reinen Kulisse, zur mit Trabbis und jubelnden Menschen garnierten Fototapete im Bildhintergrund. Da ist es nur konsequent, das Regisseur David Leitch und sein Drehbuchautor Kurt Johnstad auch sonst auf historische Korrektheit pfeifen. Munter verrühren sie die Großdemonstration am Alexanderplatz am 4. November mit dem Mauerfall und dem ersten Einheitssilvester, und schon ertappt man sich – überwältigt von der faktischen Macht des Kintopps – bei der Frage: Ach, am 9. November gab’s Feuerwerk am Brandenburger Tor? Wohl schon wieder vergessen. Erst als sich nach dem Verlassen des Kinosaals die vom ballernden Achtziger-Jahre-Soundtrack vernebelte Denkfähigkeit wieder einstellt, ist wieder klar: Nein, Feuerwerk gab es nicht!

    Dafür werden nun Berlins Tourismuswerber eins abfackeln. Mit  „Atomic Blonde“  erreicht die in den letzten Jahren von Spiel- und Dokumentarfilmen betriebene Mystifizierung des Achtziger-Jahre-Berlins ungeahnte Höhen.